Saitenwoche

Gitarrenlieder für Anfänger: Meine Top 5 Songs für den schnellen Erfolg

Es ist kurz vor Mitternacht in meiner Leipziger Wohnung und ich starre sie an. Meine Gitarre. Sie lehnt in der Ecke, die Saiten fangen das Licht der Straßenlaterne ein und irgendwie wirkt sie... vorwurfsvoll? Nach drei abgebrochenen Versuchen in den letzten Jahren ist mein Wille diesmal härter als eine E-Saite – auch wenn meine Fingerkuppen sich noch anfühlen wie roher Pizzateig.

Bevor ich euch meine Hits verrate: Ein kleiner Hinweis. In diesem Text stecken Affiliate-Links. Wenn ihr darüber einen Kurs bucht, erhalte ich eine Provision – für euch kostet das keinen Cent mehr. Ich verlinke hier nur Sachen wie den norberg Gitarrenkurs, den ich in meinem vierwöchigen Wahnsinn wirklich selbst gequält habe.

Mitte März ging es los. Mein Plan: Vier Wochen, ein Song, EGAL wie wund die Finger werden. Ich bin keine Musikerin, ich bin Grafikerin. Ich denke in Rastern und Farben, nicht in Harmonielehre. Aber ich wollte endlich dieses Gefühl, wenn aus dem rhythmischen Geschrammel plötzlich Musik wird. Dieses ECHTE Musik-Gefühl.

Der Startschuss: Warum manche Songs uns retten (und andere uns brechen)

Nach den ersten zehn Tagen wollte ich eigentlich schon wieder alles hinschmeißen. Mein Handgelenk fühlte sich an wie nach einer Nacht Dauer-Deadline am Grafiktablett. Aber ich hatte mir geschworen: Diesmal ziehst du das durch. Ich brauchte Erfolgserlebnisse. Schnell. Dreckig. Laut.

Ich habe gelernt, dass es auf die Auswahl ankommt. Wenn du mit Jazz-Akkorden anfängst, kannst du dir auch gleich die Finger verknoten und sie in Gips legen. Ich wollte Lieder, die mit den 'Magic Chords' auskommen: G-Dur, D-Dur, Em und C. Damit kannst du gefühlt 80 % der Popgeschichte abdecken. Aber Vorsicht: Es gibt einen Haken. Wenn wir Songs durch extrem vereinfachte Akkordfolgen lernen, fühlen wir uns zwar wie Rockstars, aber technisch bleiben wir ein bisschen auf der Strecke. Es ist wie Malen nach Zahlen – sieht super aus, aber man lernt nicht unbedingt, wie man den Pinsel selbst führt. Aber wisst ihr was? Für den Anfang ist mir das EGAL.

Meine Top 5: Von 'Geht so' bis 'Ich bin ein Gott'

Hier sind sie, meine persönlichen Rettungsanker, die mich durch einen feuchten Dienstagabend im April und viele andere Krisenmomente gebracht haben:

Wie ich den Fokus behalten habe (ohne Lehrer)

Ganz ehrlich? Ohne Struktur wäre ich längst wieder bei Netflix versackt. Ich habe mir den AndiTGitarre Nr.1 Kurs angeschaut. Der Typ hat 16.000 Abonnenten auf YouTube – das ist wie ein ausverkauftes Stadion in Leipzig, nur für Gitarren-Nerds. In seinen 17 Lektionen führt er einen so kleinteilig durch die Songs, dass man gar nicht merkt, wie man lernt.

Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Beständigkeit. Der norberg Gitarrenkurs zum Beispiel ist seit 11,5 Jahren auf dem Markt. Das ist in Internet-Jahren quasi Steinzeit, aber es funktioniert immer noch. Die Stornoquote liegt bei winzigen 0,44 % – das heißt, fast niemand gibt den Kurs zurück. Das hat mir Sicherheit gegeben, als ich mal wieder dachte: 'Marlene, du hast Wurstfinger, lass es einfach.'

Es ist dieser Moment, wenn die 6 Saiten (ja, ich habe sie nachgezählt, es sind immer noch sechs, auch wenn sie sich nach sechzig anfühlen) endlich das tun, was mein Kopf will. Wenn ihr euch fragt, was der Spaß kostet, schaut mal in meinen Bericht über Gitarre lernen Kosten rein.

Vergleich der Kurs-Ansätze

Ich habe mir verschiedene Wege angeschaut, weil ich wissen wollte, welcher 'Vibe' zu mir passt. Hier ist meine kleine Übersicht für euch:

Letzte Woche saß ich auf dem Balkon, die erste Frühlingssonne im Gesicht, und habe 'Wish You Were Here' gespielt. Nicht perfekt. Sicher nicht so, dass David Gilmour mich anrufen würde. Aber ich habe es durchgezogen. Der 4-Wochen-Plan war hart, aber dieses öffentliche Projekt hat mich gerettet. Wer aufgibt, verliert – und ich wollte vor euch nicht als Verliererin dastehen.

Wenn ihr auch diesen einen Song habt, den ihr schon immer spielen wolltet: Fangt an. Sucht euch ein System, das zu euch passt. Ob es das Wohnzimmer-Feeling von Michigit ist oder die Disziplin vom norberg Plan. Hauptsache, ihr fangt an, die Saiten zu quälen, bis sie klingen.

Man braucht keinen Lehrer, der neben einem sitzt und mit dem Fuß wippt. Man braucht ein Ziel, ein paar gute Songs und den Mut, am Anfang richtig schlecht zu klingen. Meine Fingerkuppen haben jetzt diese leichte Hornhaut – meine kleine Trophäe. Und wisst ihr was? Es fühlt sich großartig an.

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