Saitenwoche

Bester Online Gitarrenkurs Test: Warum ich mich für AndiT entschieden habe

Spät abends in meiner Leipziger Wohnung. Es ist weit nach Einbruch der Dunkelheit, das Licht der Straßenlaternen wirft lange Schatten auf meine Wand und da steht sie: meine verstaubte Akustikgitarre. Mein persönlicher Endgegner. Es ist der vierte Anlauf — und diesmal gibt es kein Zurück. Entweder ich spiele in vier Wochen einen Song am Lagerfeuer, oder das Ding landet bei eBay Kleinanzeigen.

Kurzer Hinweis vorab, weil wir hier unter uns sind: In diesem Text stecken Affiliate-Links. Wenn du darüber einen Kurs buchst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich kostet das keinen Cent extra — aber es hilft mir, meine Saiten-Sucht zu finanzieren. Ich empfehle hier nur Zeug, das ich in meinem vierwöchigen Wahnsinn wirklich selbst unter den Fingern hatte.

Der vierte Anlauf – Warum jetzt alles anders ist

Ich bin Grafikerin. Ich liebe Struktur, ich liebe visuelle Reize, aber bei der Gitarre habe ich bisher immer das Chaos gewählt. Ich dachte: "Ach, Marlene, guck einfach ein paar YouTube-Videos, das wird schon." Spoiler: Es wurde nichts. Ich bin jedes Mal in der berüchtigten YouTube-Abwärtsspirale gelandet. Erst wollte ich 'Wonderwall' lernen, zehn Minuten später habe ich mir ein Tutorial über die Geschichte des Blues-Pickings angesehen, ohne auch nur einen sauberen C-Dur-Griff zu können.

Vor etwa einem Monat saß ich also wieder da. Die Motivation war auf 100, das Können auf 0. Ich brauchte einen Plan. Einen echten Lehrer, aber bitte ohne den Muff einer klassischen Musikschule und ohne die Fahrtwege quer durch Leipzig. Ich wollte das vom Küchentisch aus regeln — spät abends, wenn der Kopf vom Pixel-Schieben im Büro endlich leer ist.

Die Qual der Wahl: Mein kleiner Online Gitarrenkurs Test

Ich habe mir die üblichen Verdächtigen angesehen. Mein Problem als Anfängerin: Ich will Ergebnisse sehen. Ich will nicht drei Monate lang Tonleitern üben, bevor ich den ersten Refrain schrammeln darf.

Zuerst bin ich über den norberg Gitarrenkurs gestolpert. Der verspricht zwar, einen in vier Wochen zum ersten Lied zu bringen, und die Erfolgsquote ist mit einer Stornoquote von nur 0,44 % fast schon unheimlich gut — aber mit rund $165 war er mir für diesen spontanen Versuch einen Tick zu teuer. Ich kenne mich ja: Wenn ich nach Woche zwei wieder aufgebe, ärgere ich mich über das Geld.

Dann war da noch der Michigit Gitarrenkurs für $127. Super sympathisch, tolle YouTube-Vibes, aber irgendwie wirkte mir das Konzept ein bisschen zu sprunghaft für meinen Kopf, der Ordnung braucht. Wer mehr darüber wissen will, kann mal in meinen Bericht über Michigit Gitarrenkurs Erfahrungen reinschauen.

Und ganz ehrlich? Das Abo-Modell von meineMusikschule E-Gitarre für $253 hat mich direkt abgeschreckt. Ich will kein Abo, das im Hintergrund weiterläuft, wenn ich mal eine Woche lang nur faul auf dem Balkon liege. Ich will einmal zahlen und dann meine Ruhe haben.

Meine Entscheidung: Der AndiTGitarre Nr.1 Gitarrenkurs

Warum also Andi? Am Ende war es eine Mischung aus Bauchgefühl und harten Fakten. Der AndiTGitarre Nr.1 Gitarrenkurs kostet $126 — das passte perfekt in mein Budget. Aber der eigentliche Punkt war: Die 17 Lektionen fühlten sich machbar an. Nicht wie ein Mount Everest, sondern wie ein schöner Wanderweg im Leipziger Neuseenland.

Was mich als Grafikerin sofort getriggert hat: Andi hat über 16.000 Abonnenten auf YouTube. Das ist für mich ein Vertrauensanker. Jemand, der so viele Leute erreicht, muss wissen, wie man Dinge erklärt, ohne dass man nach fünf Minuten einschläft.

Und der absolute Killer-Faktor: Es werden über 40 Songs konkret erarbeitet. Mein Ziel war EIN Song. Hier kriege ich Material für vierzig. Das klang nach einem Deal, bei dem selbst ich nicht scheitern kann.

Die erste Woche: Zwischen Euphorie und Hornhaut-Tränen

Nach der ersten Woche war ich... nun ja, sagen wir mal: physisch am Ende. Wer hätte gedacht, dass Stahlsaiten so verdammt hart sein können? Ich saß am Küchentisch, die erste Lektion von Andi lief auf dem Laptop, und ich versuchte verzweifelt, meine Finger in die Form eines G-Dur-Akkords zu zwingen. Es sah mehr nach einer verkrampften Krabbe aus als nach Musik.

Aber Andi hat diese ruhige Art. Er erklärt es nicht wie ein Professor, sondern wie ein Kumpel, der dir über die Schulter schaut. In Woche 1 ging es erst mal um die Basics. Und ja, ich habe geflucht. Ich habe sogar kurzzeitig überlegt, ob ich mir die Fingerkuppen mit Sekundenkleber härten soll (macht das nicht!).

Ein kleiner Sieg zwischendurch: Nach ein paar Tagen merkte ich, wie sich die erste zarte Schicht Hornhaut bildete. Ein magischer Moment! Es tat weniger weh. Ich habe dazu auch schon mal was geschrieben, schau mal hier: Tag 7: Warum tun meine Finger so weh? — da war ich kurz davor, alles hinzuschmeißen.

Struktur vs. YouTube-Chaos: Warum ein Kurs gewinnt

Hier kommt mein wichtigster Punkt — mein "Unique Angle", wie man in der Agentur sagen würde: Struktur ist ALLES.

Klar, YouTube ist kostenlos. Aber YouTube ist ein Labyrinth ohne Ausgang. Du lernst hier ein Riff, da einen Akkord, aber dir fehlt das Fundament. Andi baut das Ganze systematisch auf. Du lernst nicht nur, wo du deine Finger hinsetzt, sondern wie du einen Rhythmus hältst.

Das autodidaktische Lernen über Gratis-Plattformen führt oft zu Frust, weil man keine echten Fortschritte sieht. Man kann von allem ein bisschen, aber nichts richtig. Bei AndiT habe ich gemerkt: Jede Lektion baut auf der vorherigen auf. Das nimmt den Druck raus, ständig nach dem "nächsten großen Ding" suchen zu müssen. Man bleibt einfach dran, weil der Weg vorgezeichnet ist.

Letztes Wochenende: Der Durchbruch

Letztes Wochenende saß ich auf dem Balkon. Die Sonne war gerade weg, es wurde kühl, aber ich wollte nicht aufhören. Ich habe die Lektion mit den 4-Akkorde-Songs durchgearbeitet. Und plötzlich — ich schwöre, es war wie ein Blitzschlag — hat es Klick gemacht. G-Dur, D-Dur, E-Moll, C-Dur. Der klassische Pop-Rhythmus.

Ich habe nicht mehr auf meine Finger gestarrt. Ich habe einfach gespielt. Es klang nach Musik! Mein Nachbar hat zwar kurz rübergeschaut (vielleicht war es auch ein genervter Blick), aber für mich war es ein Rockstar-Moment.

Der AndiT-Kurs hat mir genau diesen Anker gegeben. Die rund 8 Stunden Videomaterial sind so aufgeteilt, dass man immer wieder diese kleinen Erfolgserlebnisse hat. Wenn man sieht, dass man für $126 einen lebenslangen Zugriff auf diese Struktur bekommt, ist das im Vergleich zu einer Musikstunde vor Ort (die locker 40 Euro kostet) ein echtes Schnäppchen.

Mein Fazit nach vier Wochen

Ich bin noch keine Profi-Musikerin. Meine Fingerkuppen sehen immer noch etwas mitgenommen aus und bei schnellen Wechseln verheddere ich mich gelegentlich. Aber: Ich habe nicht aufgegeben. Das ist für mich der größte Sieg.

Der AndiTGitarre Nr.1 Gitarrenkurs war für mich die richtige Wahl, weil er den Fokus auf echte Songs legt. Ich wollte keine Theorie-Wüste, ich wollte spielen. Und genau das mache ich jetzt jeden Abend.

Falls du auch gerade vor deiner verstaubten Gitarre sitzt und überlegst: Mach es einfach. Such dir einen Kurs, der dich an die Hand nimmt. Ob es nun Andi ist oder vielleicht doch der norberg Gitarrenkurs, wenn du es eilig hast — Hauptsache, du hörst auf, wahllos YouTube-Videos zu schauen.

Ich werde jetzt noch eine Runde üben. Der nächste Song auf meiner Liste bei Andi wartet schon. Und wer weiß, vielleicht traue ich mich diesen Sommer wirklich an ein echtes Lagerfeuer.

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